• Jessy

„Lass mich die Vergebung wahrnehmen, wie sie ist.“ (Lektion 134, Ein Kurs in Wunder)

Wenn wir die Schuld selbst gemacht haben, dann haben wir auch ein Bild von der Vergebung gemacht, um uns selbst zu täuschen. Wir benutzen oder missbrauchen die Vergebung förmlich, um uns den Traum von Schuld weiter aufrecht zu erhalten.

Ja es klingt ganz schön krass und irgendwie fühlt man sich direkt schon wieder schuldig 😅

Aber wenn wir uns das mal genauer ansehen, dann trifft der Kurs hier den Nagel auf den Punkt.


Vergebung wird nur benötigt in der Welt des Traumes, der Vorstellung, unserem ganz persönlichen Film.

Der Traum kann auf den ersten Blick ganz feucht fröhlich, auf den zweiten wiederum zum Albtraum werden.

Denn der Traum ist zerbrechlich.

Das Glück bricht ganz plötzlich in alle Einzelteile, wenn wir mit der Vergänglichkeit oder Wertlosigkeit konfrontiert werden.

Wenn wir etwas verlieren, das wir glaubten besitzen zu können.

Wenn etwas so überhaupt nicht nach Plan läuft und alles droht vor unseren Augen zu kippen.

Dann sind wir im Glauben daran, das wir so etwas wie ein Schicksal haben.

Ein ganz persönliches, das nur uns gehört und das wir ertragen müssten.

So überzeugen wir uns, etwas „Besonderes“ zu sein.

Etwas „besonderes“ schönes oder „besonders“ schlimmes ist MIR da gerade passiert.

Das tut weh und ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, es fühlt sich unfassbar einsam an!

Das Mittel der Wahl ist hier für uns die Vergebung.

So wird irgendwie immer alles wieder gut.

Gut bedeutet, es passt wieder zu unserem

Film, passt zu unseren Glaubenssätzen, unseren Einstellungen und Rollen.

Dann können wir danach genau so weiter machen, kann ja alles ganz einfach wieder vergeben werden.


Diese Besonderheit führt uns jedoch immer weiter zur Trennung, zur Absonderung.

Denn egal was auch passiert ist, es passiert niemals nur Dir alleine.

Auch wenn es uns scheinbar nicht betrifft, was ein paar Kilometer weiter passiert, hängt bei genauerem betrachten, doch die ganze Welt mit drin. Damit ist jedoch nicht nur die Welt im physischen Sinne, sondern auch die Welt die unser Geist erzeugt gemeint.

Wir können zwar irgendwie bei der Sache mitfühlen, aber durch unser für uns getrenntes Ich, geben wir dem ganzen eine persönliche Note.

Alles um uns herum bekommt eine ganz spezielle Nuance, eine Bedeutung.

Hier kommt die Schuld her, hier gräbt sich die Sünde ihren Weg in unseren Geist.

Es ist der bloße Vergleich zwischen den Welten und das passende Urteil wird gefällt.

Gehörtest du zu Mir, oder sind wir getrennt voneinander und irgendwie unterschiedlich?

Ich trage das Kreuz und du schaust nur zu?


Wahre Vergebung fühlt sich für mich nach einem Jahr Kurs, tatsächlich vollständig anders an.

Sie umfasst mehr, als das sie absondert.

Es ist nicht mehr das Gefühl von

„Ich verzeihe dir“ oder „ Ist doch nicht so schlimm“ und dann ein innerliches abwinken.

Es wurde zu „Du gehörst zu Mir“ und

„Ich fühle das wir Eins sind“ und zu einer Umarmung im Geiste.

Die Vergebung die uns zu wirklicher Freiheit und Liebe führt, ist das aufgeben der Vorstellung von Getrennt Sein.

Hier können wir Vergebung nicht nur sehen, fühlen und von mir aus schmecken, hier wird sie ein Teil von uns.

Denn Du bist ein Teil von mir, genau wie ich von Dir!

❤️


Deine Schwester Jessy, vom Weg der Wunder.


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